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Freibad - die diesjährige Saison steht vor dem Aus


Das Planschbecken

Sommer - Sonne - Badewetter - Entspannung - Schwimmen - Spaß haben - Planschen - Freunde treffen.... 

Genau diese Sehnsüchte wurden mit der Ankündigung des Freistaates Bayern, dass ab 08. Juni 2020 die ersten Freibäder in Bayern - unter Auflagen - wieder öffnen dürfen, geweckt.

Wir warteten die hygiene- und infektionsschutzrechtlichen Auflagen ab und erstellten anhand derer ein auf unsere örtlichen Verhältnisse abgestimmtes Infektionsschutz- und Hygienekonzept (Textfassung siehe unten). Hierbei wurde schnell klar, dass es zumindest aktuell keinen ENTSPANNTEN Badesommer für Sie als unsere Gäste aber auch nicht für unser Personal geben wird.

Die zwingend einzuhaltenden Regelungen hinsichtlich der Anzahl der gleichzeitig anwesenden Gäste, der Abstandsregelungen in allen öffentlich zugänglichen Flächen des Bades und auch in den Bade- und Schwimmbecken ließen die Hoffnungen auf einen entspannten Badesommer schnell schwinden. Bei der Vorstellung der Schutzmaßnahmen im Marktgemeinderat verglich Bürgermeister Förtsch den diesjährigen Freibadbesuch eher mit einem "Hofgang innerhalb einer Justizvollzugsanstalt unter Anwendung von Chlorwasser" als mit den gewohnten Badevergnügen der Vorjahre.


Doch das rund 80 Jahre alte Freibad stellte uns auch noch vor andere große Herausforderungen. Bereits seit Jahren mussten wir einen von Jahr zu Jahr größer werdenden Wasserverlust durch die poröse Beckenfolie und das an vielen Stellen undichte Leitungssystem hinnehmen. Da das ständig frisch zugeführte Quellwasser chemisch aufbereitet und aufgeheizt werden muss, verzeichneten wir  zuletzt ein Defizit von rund 120.000 € pro Saison.

Bei den Vorbereitungsarbeiten für die diesjährige Saison mussten wir feststellen, dass der Wasserverlust sich nochmals drastisch erhöht hatte und nun bei rund 18.000 Litern pro Stunde liegt. Das Wasser bahnt sich unterirdisch seinen Weg und fließt über Drainageleitungen in die nahegelegene Trubach. Der Bauausschuss des Marktes Egloffstein machte sich Mitte Juni ein Bild über die Situation und ordnete einen „letzten Rettungsversuch“ an: Der gemeindeeigene Bauhof wurde beauftragt, in den Drainageleitungen pneumatische Rohrverschlüsse anzubringen, um das Wasser zu stoppen. Man erhoffte sich davon, das Wasser innerhalb des Beckens und des Leitungsnetzes zurückhalten zu können. Doch innerhalb kürzester Zeit suchte sich das Wasser einen neuen Weg und flutete die tiefergelegene Liegewiese, nach rund 24 h Einsatz der Druckluftverschlüsse war sogar schon der neben dem Freibad liegende Wanderweg überschwemmt.

Neben dem wirtschaftlichen Aufwand der Aufbereitung und Erwärmens des Wassers käme bei einem Betrieb mit diesem ständigen und enormen Wasserverlust noch die ökologischen Unwägbarkeiten hinzu: man kann es sich schon rein aus Naturschutzgründen nicht erlauben, gechlortes und erwärmtes Wasser in die Trubach zu leiten.

Eine Reparatur bzw. ein Austausch des kompletten Leitungskreislaufes und der Beckenfolie würde eine größere sechsstellige Summe verursachen. Eine enorme Summe für eine Saison. Denn das Egloffsteiner Freibad soll – wie bereits berichtet – im nächsten Jahr grundlegend saniert werden. Eine eventuell etwas kostengünstigere und provisorische Reparatur wäre bei einer „normalen Saison“ vielleicht noch vertretbar gewesen, allerdings lohnt sich die Ausgabe beim besten Willen nicht, wenn dann in diesem Sommer eh nur unter strengen Hygieneauflagen geöffnet werden dürfte. All diese Punkte besprach Bürgermeister Förtsch mit seinen beiden Stellvertretern Niki Thäter und Günter Polster sowie den Beschäftigten in Verwaltung und Bauhof. Aufgrund der wirtschaftlichen und ökologischen Unwägbarkeiten wurde dringend von einer Öffnung abgeraten. Schweren Herzens und mit Bedauern in Hinblick auf die Sommerferien und den Aspekt „Urlaub zu Hause“ werden die drei Bürgermeister unserem Marktgemeinderat vorschlagen, das Bad in dieser Saison nicht zu öffnen.



Die weitläufige Liegewiese, das Beachvolleyballfeld und die Toilettenanlage können in diesem Sommer der Allgemeinheit als Freizeitgrundstück dienen, so die Meinung der Bürgermeister. Parallel sollen die Planungen für die Sanierung vorangetrieben werden und das in 2020 eingesparte Defizit in die Rücklage für die Sanierung gelegt werden. Laut aktueller Kostenschätzung des beauftragten Ingenieurbüros wird die Sanierung und der Umbau des Egloffsteiner Bades rund 2 Mio. €  kosten. Das Bundesinnenministerium in Berlin hat bereits eine Förderung zugesagt, derzeit werden vom Ingenieurbüro und dem Markt Egloffstein die möglichen Fördertatbestände von bayerischer Seite eruiert, so dass man noch im Juli den Förderantrag stellen kann. Hier hofft man auf tatkräftige Unterstützung seitens der Bundes- und Landespolitik.


Bereits erworbene Saisonkarten werden selbstverständlich auf Wunsch vollumfänglich zurückerstattet. Bitte geben Sie hierzu einfach Ihre karte in der Gemeindekasse im Rathaus ab. Sie erhalten dann den jeweiligen Kaufpreis in bar ausbezahlt.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis für diese Entscheidung in diesem ungewöhnlichen Zeiten und freuen uns auf ein Wiedersehen in unserem dann neu renovierten Bad ! 

Ihr
Markt Egloffstein


 



Das Schwimmerbecken

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