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HISTORISCHER RUNDWEG - 18 Stationen zur Ortsgeschichte


Der Historische Rundweg, der innerörtliche Teil des Kulturwegs Egloffstein, berichtet auf 20 Informationstafeln, die entlang der Wegstrecke aufgebaut wurden, von der Geschichte des Ortes.

Die Themen der Informationstafeln:
  • Ziegelei

  • Post

  • Handwerk, das Wasser braucht

  • Mühle

  • Felsenkeller

  • Synagoge

  • Tropfhäuser

  • Altes Schulhaus

  • Gütlein

  • Schlosskirche

  • Burg Egloffstein

  • Amtshaus

  • Majorat

  • Hüll

  • Oberes Schmiedgütlein

  • Brauerei

  • Brunnen

  • Pfarrhaus

  • Wirtshaus

  • Ein Palais für eine Witwe


Ein Streifzug




Die Tafel links des Kircheneingangs an der Burgmauer erzählt von der Burg- und Ortsgeschichte. Demnach wird der Ort im Jahr 1180 erstmals erwähnt. Gleich daneben befindet sich eine zweite Tafel mit der Überschrift "Kirche bei der Burg". Sie gibt Auskunft darüber, dass ein erster Bau der Ortskirche schon um 1358 vom Burgherrn von Egloffstein gestiftet wurde.



Ein paar Schritte weiter bergauf geht es zum Amtshaus, das 1771 erbaut wurde. Es war als Gerichts- und Verwaltungszentrum Amts- und Wohnsitz des Vogtes. Gleich zwei Tafeln beschäftigen sich mit den ehemaligen "Vorburgen". Die erste steht am Eingang zum Majoratsgarten. Eine Skizze aus dem 15. Jahrhundert zeigt die Lage der zahlreichen Wirtschaftsgebäude. Sogar ein "Weinberg mit Terrassen" ist eingezeichnet, auch der Standort der alten Schule. Die zweite Vorburg-Tafel, am höchsten Punkt des Berges, zeigt den Standort des damaligen "Bauhofes", mit den landwirtschaftlichen Gebäuden und zwei starken Verteidigungs-Mauern.


Erste "Kinderbewahranstalt"

Von der Kirche aus führt eine Treppe hinunter zum "Alten Schulhaus", das heute als Gemeindehaus dient. Im 19. Jahrhundert gründete hier die Familie von Egloffstein eine "Kinderbewahranstalt", die zu den ersten Kindergärten Bayerns zählte. Etwas weiter beginnt rechter Hand der "Burgsteig" ins Tal. Folgt man dem Weg nach links, kommt man am Ende zur Station "Tropfhäuser". Damit sind Anwesen gemeint, deren Grundstückgrenze nur bis zur Dachrinne reicht. Die Häuser waren häufig Motive der Maler, von hier hatte man außerdem einen guten Blick zur Burg, weshalb der Ortsteil auch als "Malerwinkel" bezeichnet wird.


Ein Übergangs-Rathaus

Rechter Hand geht es weiter zum Marktplatz. Gleich rechts fällt das Apotheken-Gebäude "Alter Ritter" auf. Hier war Anfang des 18. Jahrhunderts eine von drei Gastwirtschaften beheimatet, zu der auch eine Badstube gehörte. Kurz danach erscheint eine große Ritterfigur vor einem Gebäude. Dahinter befindet sich die nächste Station des Kulturpfades: "Das ehemalige Pfarrhaus". Schon um 1358 lebte hier ein Pfarrer. Bis 1907 blieb das Gebäude das Haus der Egloffsteiner Pfarrer, danach diente es vorübergehend als Rathaus.

Der Burgbergstraße folgend gelangt man zum "Oberen Schmiedgütlein". Hier wird an die Zunft der Schmiede erinnert, die auch in Egloffstein seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar ist. Am Ende der Gasse, in der Markgrafenstraße steht man vor dem Gasthaus Schäfer. An dieser Station wird das Thema "Brauwesen" behandelt. 1728 gab es die erste Brauerei im Ort. Sie gehörte den Herren von Egloffstein, weswegen in deren Gerichtsbezirk nur Egloffsteiner Bier verkauft werden durfte. 1893 wurde die Brauerei in eine "Kommunbrauerei" umgewandelt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Brauen eingestellt.

Für gutes Bier brauchte man gutes Quellwasser und davon hatte Egloffstein genug. Über 14 Quellen und Brunnen verfügte der Ort, klärt eine weitere Station rund 100 Meter weiter Richtung Ortsmitte auf und nennt als Grund die Lage des Ortes, der sich von der Talsohle fast 200 Meter in die Höhe zieht.

Zurück zum Marktplatz: Unter der Überschrift "Palais für eine Witwe" ist rechter Hand eine weitere Infotafel zu sehen. Sie weist darauf hin, dass hier 1774 anstelle des Richterhauses ein stattliches Gebäude für die Witwe des Freiherrn Carl Ludwig von und zu Egloffstein gebaut wurde. Sie wohnte nur fünf Jahre hier, dann zog sie nach Erlangen, wo ihre Söhne studierten.

Jahrhundertelang war das Gebäude im Rücken des steinernen Ritters der Wohnsitz der Egloffsteiner Pfarrer. Darauf weist auch eine Infotafel hin.


Keller unterhöhlen den Ort

Geht man von hier die Felsenkellerstraße und folgt danach einer schmalen Treppenstiege, gelangt man zu Egloffstein größter Berühmtheit: den Felsenkellern. Sie unterhöhlen auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern den Ort. Anfang des 19. Jahrhunderts vergab man 24 parzellierte "Kellerrechte" an Egloffsteiner Hausbesitzer. Sie gelten bis auf den heutigen Tag.
Weitere vier Stationen befinden sich in der Talstraße. Bei der Pension Wirth erinnert eine Tafel an die Mühlentradition, die hier im 18. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte. Ein paar Meter weiter vor dem Gasthof "Zur Post" erinnert eine Station an die Zeit der Postkutschen, die Mitte des 19. Jahrhunderts hier noch vorbeikamen.
Auch die Färber und Gerber waren in Egloffstein zu Hause, wie ein Schild gegenüber der Post am Fluss belegt.



Eine weitere Station ist das Fachwerkhaus der "Ziegelei", etwa 100 Meter von der Post Richtung Hammerbühl entfernt. Das Gebäude beherbergte im 18. Jahrhundert eine Fabrik zur Herstellung von Ziegeln.

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