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Auf ein Wort - zur aktuellen Lage hinsichtlich des Coronavirus


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die aktuelle Situation durch die rasante Ausbreitung des SARS-CoV-2 und das (Gott sei Dank nur vereinzelte) Ausbrechen von COVID-19 stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme Einschränkungen. Wir werden uns - zumindest vorübergehend - von lieb gewonnenen Gewohnheiten verabschieden müssen. Die Bundesregierung hatte bereits am Donnerstag, 12.03.2020 an unsere Bevölkerung den Appell gerichtet, alle nicht notwendigen Veranstaltungen abzusagen und auf Sozialkontakte weitgehend zu verzichten.

Am 13.03. wurde von der bayerischen Staatsregierung eine Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten in Bayern angeordnet. Es besteht zudem ein Betretungsverbot für Eltern und Kinder der jeweiligen Einrichtung, gültig ab  Montag, 16.03., vorerst bis zum 19.04.2020.
Im absoluten Ausnahmefall werden in der Schule und in der Kindertagesstätte Notgruppen eingerichtet. Diese Notgruppen werden laut staatlicher Anweisung nur für Kinder eingerichtet, deren Eltern in "systemrelevanten Berufen" (Gesundheitsversorgung, z. B. Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen, Polizei, Energieversorgung usw.) tätig sind. Entscheidend ist hierbei, dass beide Elternteile (bzw. Alleinerziehende) in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind. Ebenso muss geklärt werden, ob die Kinder anderweitig betreut werden können. In den Notgruppen werden nur die Zeiten abgedeckt, in denen die Eltern die Betreuung auch tatsächlich benötigen.
Diese Ausnahme gilt nur, solange
  •  die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen,
  •  die Kinder nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und die Kinder keine Krankheitssymptome aufweisen,
  •  die Kinder sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist
Des Weiteren werden im Landkreis Forchheim Veranstaltungen mit einem Teilnehmerkreis von über 100 Personen generell verboten. Die bayerische Staatsregierung hat jedoch auch an alle Veranstalter eindringlich appelliert, selbst kleinere und kleinste Veranstaltungen, Treffen, Versammlungen, auch private Feierlichkeiten etc. auf ihre absolute Notwendigkeit hin zu überprüfen. Dies kann z. B. auch kleinere Vereine, Sportgruppen, Trainingstreffen, sowie viele Privatpersonen betreffen.

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger in dieser besonderen und schwierigen Situation um Mithilfe und um Einsicht in die Notwendigkeit der behördlichen Maßnahmen. Um die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, muss nun jeder persönliche Einschränkungen in seinem engsten Lebenskreis erleiden. Dies bedauere ich sehr, bitte aber angesichts der Lage um Verständnis!

In unserer multimedialen und bestens vernetzten Informationswelt tummelt sich leider auch eine nicht unerhebliche Zahl von Gruppen und Einzelpersonen, welche immer wieder Fakenews verbreiten. Ich bitte Sie, sich über seriöse Quellen wie z. B. die Internetpräsenzen des Robert-Koch-Instituts, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelhygiene oder die staatlichen Stellen über die aktuelle Lage zu informieren.

Durch die Absage von Veranstaltungen und den weitgehenden Verzicht auf soziale Kontakte wird unser gesellschaftliches Leben auf ein Minimum reduziert werden. Viele Erziehungsberechtigte werden zudem durch die Betreuung ihrer Kinder in den nächsten Wochen von ihren Arbeitsstätten fernbleiben müssen. Diese ungewohnte und auch zunächst beängstigend wirkende Situation birgt auch Chancen, und es gibt Dinge, die man angesichts der Situation auch positiv sehen kann. Ich möchte hier auf keinen Fall die Ernsthaftigkeit der Lage in Frage stellen, aber jede Medaille hat sprichwörtlich ja zwei Seiten. Gerade sehen wir nur die düstere, angsteinflößende, bedrohliche Seite. Drehen wir die Medaille doch mal um, und sehen die guten Dinge: Wir achten besser auf unseren Körper und auf ein stabiles Immunsystem, wir waschen uns bewusst öfters die Hände, wir lernen, mit Ängsten umzugehen, wir besinnen uns auf das Wesentliche, wir steigen aus aus der Hektik des Alltags, aus dem immerwährenden Streben nach mehr, wir erfahren Entschleunigung und haben plötzlich Zeit darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist, wir finden keine Gründe mehr, die Steuererklärung doch nicht jetzt zu machen oder es gibt auch keine Ausrede mehr, einfach mal rauszugehen und die Natur zu genießen, wir besinnen uns auf lokale Produktionsketten, wir schätzen, was wir haben usw.
Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, dass Sie auch diese Seite der Medaille sehen können, genießen Sie die Ruhe, den Abstand, streichen Sie die Decke des Wohnzimmers, räumen Sie Ihre Werkstatt auf, schreiben Sie einen Brief an liebe Menschen, gehen Sie spazieren usw. usw.  - kurzum: Tun Sie all das, wofür Sie bisher Gründe gefunden hatten, es nicht zu tun!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr
Stefan Förtsch
1. Bürgermeister


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