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Freibad


Das Planschbecken
Sommer - Sonne - Badewetter - Entspannung - Schwimmen - Spaß haben - Planschen - Freunde treffen.... 

Genau diese Sehnsüchte wurden mit der Ankündigung des Freistaates Bayern, dass ab 08. Juni 2020 die ersten Freibäder in Bayern - unter Auflagen - wieder öffnen dürfen, geweckt.

Wir warteten die hygiene- und infektionsschutzrechtlichen Auflagen ab und erstellten anhand derer ein auf unsere örtlichen Verhältnisse abgestimmtes Infektionsschutz- und Hygienekonzept. Hierbei wurde schnell klar, dass es zumindest aktuell keinen ENTSPANNTEN Badesommer für Sie als unsere Gäste aber auch nicht für unser Personal geben wird.

Die zwingend einzuhaltenden Regelungen hinsichtlich der Anzahl der gleichzeitig anwesenden Gäste, der Abstandsregelungen in allen öffentlich zugänglichen Flächen des Bades und auch in den Bade- und Schwimmbecken ließen die Hoffnungen auf einen entspannten Badesommer schnell schwinden. Bei der Vorstellung der Schutzmaßnahmen im Marktgemeinderat verglich Bürgermeister Förtsch den diesjährigen Freibadbesuch eher mit einem "Hofgang innerhalb einer Justizvollzugsanstalt unter Anwendung von Chlorwasser" als mit den gewohnten Badevergnügen der Vorjahre.

So müssten gem. des Infektionsschutzkonzeptes alle Besucher des Bades für eine evtl. Kontaktverfolgung im Falle einer Infizierung mit dem Corona-Virus namentlich erfasst werden, das Schwimmerbecken würde in Bahnen unterteilt, in welchen "Einbahn-Verkehr" herrscht. Der gesamte Beckenbereich könnte zur Aufrechterhaltung der Abstandsregeln nur von einer Seite betreten werden und müsste an einer anderen Stelle wieder verlassen werden. Im rund 42 m langen Schwimmerbecken dürften sich nur immer 25 Personen gleichzeitig aufhalten, die angehalten worden wären, die Bahnen im Rahmen ihrer Schwimmfähigkeiten zügig zu durchschwimmen. Auf dem gesamten Gelände des Bades würden die allgemeinen Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen gelten und somit auch überwacht werden müssen. Für das Kleinkinder- bzw. Planschbecken sieht das aktuelle Infektionsschutzkonzept die Nutzung von drei Personen gleichzeitig vor - hier müssten die Erziehungs- bzw. Sorgeberechtigten auf den Mindestabstand der Kinder achten. Kinder unter 14 Jahren dürfen das Bad nur in Begleitung durch eine aufsichtsberechtigte erwachsene Person betreten usw.

Für das Einhalten des Schutzkonzeptes ist der Betreiber, also der Markt Egloffstein verantwortlich. Um den Infektionsschutz und die Gesundheit der Gäste gewährleisten zu können, wären nach einer Berechnung ein zusätzlicher Personalaufwand von 210 Mannstunden pro Woche (3 Personen bei 10 h täglichem Betrieb an 7 Tagen in der Woche) erforderlich.

Der Marktgemeinderat führte in seiner Sitzung vom 02.06. eine kontroverse Diskussion über das Für und Wider des Badebetriebes. Auch die Verantwortung der Gemeinde als Teil des Staates, den Bürgern nach einer langen Zeit mit Entbehrungen und Beschränkungen diese Form der Freizeitbeschäftigung zurückzugeben, wurde angesprochen. Die nicht unerhebliche Steigerung des bereits im Regelbetrieb zu Buche schlagenden jährlichen Defizits von rund 80.000 € schreckte einige Räte auf. Aber auch hinsichtlich des Tourismus im Trubachtal solle man den Gästen das Freibad zur Verfügung stellen, so die Meinung einiger Räte. Die grundsätzliche Entscheidung, ob das Freibad unter diesen Bedingungen überhaupt geöffnet werden solle, konnte das Gremium an diesem Abend nicht treffen. Vielmehr sollte zunächst mit Vertretern von maßgeblichen Zielgruppen des Bades und den Vereinen das Gespräch dahingehend gesucht werden, wie deren Ansicht ist und ob der Markt
Egloffstein auf eine tatkräftige Unterstützung seitens ehrenamtlicher beim Umsetzen der Auflagen zählen kann. Gleichwohl wurde das Infektions- und Hygieneschutzkonzept sowie die Ergänzung der Badeordnung einstimmig verabschiedet.

Im Gedankenaustausch der drei Egloffsteiner Bürgermeister mit den Vereinsvertretern kam auch seitens der Ehrenamtlichen immer mehr die Ansicht durch, eine Öffnung des Bades mache unter diesen strengen Auflagen nur wenig Sinn. Weder die Familien könnten den Freibadbesuch genießen, noch die sportlich ambitionierten Schwimmer adäquat trainieren. Der enorme Aufwand im Betrieb stehe in keinem vernünftigen Verhältnis zur erlaubten Nutzung, so auch die mehrheitliche Meinung der Vereinsvertreter. Schweren Herzens kam man überein, das Bad zumindest im Juni noch geschlossen zu lassen. Eventuell ergeben sich in den nächsten 4 Wochen weitere Lockerungen bei den staatlichen Auflagen, die einen Betreib des Bades unter günstigeren Umständen ermöglichen. Noch wollen wir die Badesaison 2020 in Egloffstein nicht komplett abschreiben. Anfang Juli werden wir uns erneut treffen, um dann die Lage neu zu beurteilen. Auch in Hinblick auf die Sommerferien und den Aspekt "Urlaub zu Hause" hofft man auf weitere Lockerungen. Die finale Entscheidung über die Öffnung trifft der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 09. Juni.

Bereits erworbene Saisonkarten werden selbstverständlich auf Wunsch vollumfänglich zurückerstattet. Bitte geben Sie hierzu einfach Ihre karte in der Gemeindekasse im Rathaus ab. Sie erhalten dann den jeweiligen Kaufpreis in bar ausbezahlt.
 
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis für diese Entscheidung in diesem ungewöhnlichen Zeiten und freuen uns auf ein Wiedersehen in unserem Bad unter günstigeren Umständen! 

 1. Bürgermeister Stefan Förtsch
2. Bürgermeister  Niki Thäter 
3. Bürgermeister Günter Polster,
Bademeister Sven Rißmann
sowie das gesamte Freibadteam


Das Schwimmerbecken

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