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Weihnachtsgruß des Bürgermeisters


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie auch in den letzten Jahren, so darf ich mich kurz vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel an Sie wenden um mich bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen bei meiner Arbeit um und für den Markt Egloffstein im zu Ende gehenden Jahr sehr herzlich bedanken.

Im zu Ende gehenden Jahr wurde vieles erreicht und die Planungen für bevorstehende Aufgaben und die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen auf die "Schiene gestellt". Unser neuer Busbahnhof - strategisch günstig am Ortseingang gelegen - lässt Egloffstein wortwörtlich in einem anderen Licht erscheinen. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest wurde nun auch der Fahrgastunterstand errichtet. Dieser Busbahnhof dient in seiner Gestaltung und auch in seiner Funktion als Musterbeispiel im Landkreis Forchheim. Nach seinem Vorbild sollen weitere Busbahnhöfe an zentralen Orten im Landkreis errichtet werden. In der Planungs- und Umsetzungsphase bewährte sich die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Markt Egloffstein und dem Landkreis Forchheim bzw. den jeweils verantwortlichen Personen. Ebenfalls in guter Kooperation erfolgte die Errichtung von zwei E-Ladesäulen zur Förderung der E-Mobilität. Eine davon befindet sich an eben diesem Busbahnhof, die andere steht am Freibadparkplatz. Auch in Hinblick auf die nicht enden wollende Diskussion um Dieselfahrverbote und die Stickstoffdioxidemissionen eine zukunftsweisende Investition.

In der Dezembersitzung des Marktgemeinderates wurde das ISEK - das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept um den Innenort Egloffstein final behandelt und verabschiedet. Es soll dazu beitragen, die Ortsmitte Egloffsteins mit Hilfe von Mitteln aus der Städtebauförderung lebens- und liebenswert zu erhalten bzw. umzugestalten. In der Umsetzung der im Konzept definierten Ziele werden im kommenden Jahr einige mutige Entscheidungen unseres Ratsgremiums erforderlich sein.

Die glücklicherweise wieder steigenden Geburtenzahlen bei uns in der Gemeinde und die sich veränderten Betreuungswünsche der Eltern veranlassen uns, die KiTa ELMAR zu erweitern und zusätzlich eine Krippengruppe für die Kleinsten zu errichten. Auch dieses Vorhaben muss im kommenden Jahr tatkräftig angegangen werden.
2018 ergaben sich viele Gelegenheiten, um das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Bürger zu stärken, ich erinnere an die verschiedenen Veranstaltungen im Jahreslauf, die zahlreichen Vereinsfeste und Aktivitäten in den Ortsteilen. Das große ehrenamtliche Engagement unserer Bürger wurde über das ganze Jahr hinweg von überörtlichen Organisationen und Banken gewürdigt und auch honoriert - herzlichen Dank für Ihr aller Engagement zugunsten unserer Heimat! Als Beispiel möchte ich die Idee eines Wald- und Naturspielplatzes in Affalterthal nennen. Durch geschicktes Nutzen von vorhandenen Netzwerken konnten wir hier eine Unterstützung seitens der LEADER-Aktionsgruppe in Höhe von rund 25.000 € und seitens der Zukunftsstiftung in Höhe von immerhin 5.000 € generieren.

Bayernweit wurden 2018 zwei Jubiläen gefeiert. Zum einen wurde der "Freistaat Bayern" vor genau 100 Jahren ausgerufen, zum anderen jährte sich die Verfassungsgebung Bayern unter König Max I. Joseph zum 200. Mal. In ihr wurden erstmals demokratische, staatliche Grundordnungen definiert und eine "Ständeversammlung", ein Parlament eingeführt. Im Herbst 2018 DURFTEN wir die Zusammensetzung des bayerischen Landtages, unser aktuelles Parlament, wählen. Der Freistaat Bayern wird seither von einer Koalition geführt und der Landkreis Forchheim ist mit insgesamt 3 Abgeordneten, davon ein Regierungsmitglied in München vertreten. Wir haben das Glück, wählen zu dürfen, und nun seit über 70 Jahren in einem demokratischen, sehr wohlhabenden und weitgehend sicheren Land zu leben, worum uns viele weltweit beneiden - dafür sollten wir dankbar sein und unsere demokratischen Grundwerte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wenn wir die jüngsten Entwicklungen in Frankreich und Großbritannien verfolgen, sehen wir auch, wie fragil unser vereintes, friedliches Europa ist.

2018 wird auch als eines der heißesten Jahre in die Geschichte eingehen. Die langanhaltende Hitze und die extreme Trockenheit bescherten uns einen sehr guten Freibadbesuch in der zurückliegenden Saison. Gleichwohl sei angemerkt, dass ein Freibad niemals kostendeckend betrieben werden kann. Andere litten und leiden noch immer unter der Trockenheit und ihren Folgen. In der Landwirtschaft verschoben sich die Erntezeiten durch die Hitze, durch die Trockenheit fiel die Heuernte wesentlich geringer aus und der dritte Schnitt brachte so gut wie keinen Ertrag. Auch die Wasserversorgungen landauf - landab reagieren empfindlich auf die lange Trockenheit und die dann folgenden Starkregenereignisse Ende September und Anfang Dezember. Bei uns war die Arlesbrunnenquelle betroffen. Unsere Mitarbeiter - sowohl im Freibadteam als auch im Bauhof bzw. der Wasserversorgung leisteten im zurückliegenden Jahr weitaus mehr, als ihre Pflicht gewesen wäre. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Als weitere Herausforderung stellt sich immer wieder die sehr umfangreiche Vorschriften- und Regulierungsflut dar. Hier war und ist hauptsächlich die Rathausverwaltung betroffen. Ich möchte Ihnen nur zwei Beispiele nennen - die berühmt berüchtigte EU-Datenschutzgrundverordnung oder so verwaltungsrechtliche Ungetüme wie die "3. Begründung zur 2. Verordnung zur Änderung der Anreizregulierungsverordnung". Schon der Titel des rund 70seitigen Dokuments lässt nicht unbedingt eine Gutenachtlektüre erahnen..

Die finanzielle Situation des Marktes Egloffstein gibt Grund zur Freude. Das Wirtschaftswachstum hält nach wie vor an, die Steuereinnahmen sind stabil und wir haben nahezu Vollbeschäftigung. Unsere Gemeinde haben wir in der letzten Dekade konsolidiert und die Schulden konsequent abgebaut. Dies war kein einfacher Weg und die Aufgabe als Verantwortlicher in Sparzeiten der öffentliche Haushalte ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig. Allerdings konnte der Markt Egloffstein dadurch aus dem "finanziellen Jammertal" herausgeführt werden und hat nun wieder Raum für Investitionen. Im zurückliegenden Jahr konnten wir den 5. Haushalt in Folge ohne Kreditaufnahmen verabschieden, rund 470.000 € zu den Rücklagen führen und zusätzlich 130.000 € Kredite tilgen - harte Fakten, die vor einigen Jahren noch undenkbar schienen. Hier bedanke ich mich ausdrücklich bei Ihnen allen, dass Sie diesen Weg mitgegangen sind und auch manch negative Botschaft bzw. die Nichterfüllung von manchen Wünschen akzeptiert haben.

Abschließend bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Marktes Egloffstein, den Leiterinnen der Kindertagesstätte "ELMAR" und der Schule, den Vertretern der Kirchen und Wohlfahrtsverbände, den benachbarten Behörden und Organisationen für die gute Zusammenarbeit, allen ehrenamtlich Verantwortlichen in den Vereinen, den vielen stillen Helfern und Spendern, die ihren Dienst uneigennützig und vielfältig der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, ohne im Rampenlicht zu stehen. Nicht zuletzt danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Marktgemeinderat und meinen beiden Stellvertretern im Amt für die konstruktive Zusammenarbeit.

Das bevorstehende Weihnachtsfest gibt uns die Gelegenheit zum Innehalten, zum Flüchten aus der Hektik des Alltags, zum Besinnen auf die wahren Werte, die uns die christliche Weihnachtsbotschaft übermittelt.
Ihnen allen, verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich ein ruhiges, harmonisches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, um eintauchen zu können und Kraft zu sammeln für die vor uns liegenden Aufgaben.
Insbesondere für die Kranken, Einsamen und Trauernden unter Ihnen erhoffe ich, dass auch sie vom Glanz des Weihnachtslichtes erreicht werden. Für 2019 wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit, Erfolg und Gottes Segen.

Herzlichst
Ihr

Stefan Förtsch
1. Bürgermeister





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