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Die Wasserversorgung des Marktes Egloffstein informiert



Am Dienstag, 04.12.2018 wurde im Netzbereich der Wasserversorgung Arlesbrunnenquelle (Ortsteile Egloffstein, Mostviel und Dietersberg) vereinzelt ein erdiger, moosiger Geruch des Trinkwassers festgestellt. Das Trinkwasser wurde umgehend durch ein Fachlabor untersucht. Als Vorsichtsmaßnahme erließ das Gesundheitsamt Forchheim eine Abkochanordnung.

Am Freitag, 07.12. erhielten wir mit großer Erleichterung die Analysewerte der Wasserproben. Es wurden keinerlei pathogene bzw. fäkalische Verunreinigungen des Trinkwassers im Netz festgestellt. Das Trinkwasser ist somit bedenkenlos für den menschlichen Verzehr geeignet und muss nicht mehr abgekocht werden. Das staatliche Gesundheitsamt hat das Abkochgebot aufgehoben.

Der teilweise noch vorhandene erdige, moosige Geruch stammt von Huminsäuren aus dem Waldboden. Diese Huminsäuren sind biologischen Ursprungs und entstehen beim Zersetzungsprozess von Laub, Streu, Grüngut usw. im Laufe der Humusbildung. Durch die hohen Niederschlagsmengen von 80 l/m² innerhalb von 48 Stunden wurden diese Huminsäuren in das Quellwasser gespült.
Die des Weiteren eingespülten pathogenen Keime werden wirksam von den im Wasserhaus befindlichen UF-Filtern zurückgehalten bzw. den UV-Anlagen abgetötet, so dass sie nicht in das Trinwassernetz gelangen können.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass Anschlussnehmer, welche über eine Trinkwasserenthärtungsanlage auf Natriumbasis (Salztabletten) verfügen, eine stärkere Geruchs- und Geschmacksbildung des Wassers nach Walderde wahrnehmen. Dies liegt daran, dass Säuren an Salze (z. B. Calcium) gebunden sind. In den Enthärtungsanlagen werden diese Salze aufgespalten, so dass die Säuren sich im Wasser verflüchtigen können. Dies führt zu dem eben beschirebenen Phänomen, dass enthärtetes, weiches Wasser stärker nach Waldboden riecht und schmeckt als nicht enthärtetes Wasser. Dieser moosige, erdige Geruch und Geschmack ist natürlich ungewohnt und mag abstoßend wirken, er ist jedoch keineswegs gesundheitsschädlich.

Markt Egloffstein, 07.12.18


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