Markt Egloffstein

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nächste Schritte



Energiekonzept Trubachtal
- Nächste Schritte zur Umsetzung
 (Protokollauszug aus Sitzung unseres Marktgemeinderates vom 07.07.2015)
 
  • Nahwärmenetz
Ein Schwerpunkt im Konzept war die Betrachtung von Möglichkeiten zur Errichtung eines Nahwärmenetzes. Angedacht ist die Fortführung der vorhandenen Wärmeleitung vom Bauhof zur Schule in Richtung Freibad und weiter zur Kindertagesstätte und über die Talstraße wieder zum Bauhof. Das Konzept von Herrn Tralau geht hier von einer Gesamtinvestition von rund 455 T€ aus. Trotz mehrmaligen Lesens des "Energiepolitischen Leitbildes" und Erklärungen des Verfassers hierzu kann die Herleitung der kalkulierten Amortisationszeit und die angenommenen jährlichen Betriebskosten von den Entscheidungsträgern nicht nachvollzogen werden. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass eine erneute und vertiefte Betrachtung der Thematik durch das Institut für Nachhaltigkeit zu einem anderen Ergebnis führt. Diese Ansicht teilen auch der Klimaschutzmanager am Landratsamt Forchheim und der Energiebeauftragte des Amtes für ländliche Entwicklung. Das ALE hat dem Markt Egloffstein daher die (bisher mündliche) Zusage gegeben, eine detaillierte Machbarkeitsstudie zu einem derartigen Nahwärmenetz fördertechnisch zu begleiten. Es sollte sich aus Sicht des ALE und aus Sicht des Marktes Egloffstein um ein fachlich erfahrenes Büro bzw. fachlich erfahrene Firma handeln, welche evtl. selbst in die Umsetzung (sprich Bau- und Installationsarbeiten) tätig werden können. Derzeit wird am ALE noch geklärt, ob es förderkonform ist, wenn Planung und Ausführung von ein und demselben Auftragnehmer erledigt werden.
 
Aus Gründen der Finanzierbarkeit und zur besseren Akzeptanz in der Öffentlichkeit wird bereits heute vorgeschlagen, eine eventuelle Umsetzung in zwei Abschnitte aufzuteilen. Der erste Schritt soll von der Schule über das Freibad bis zur KiTa gehen. Hierbei ist auch eine weitere Wärmequelle am Freibad vorzusehen. In einem zukünftigen weiteren Ausbauschritt soll dann die Leitung von der KiTa bis zur Hackschnitzelheizung am Bauhof ausgeführt werden.
 
Beschluss 36/2015
 
Der Marktgemeinderat spricht sich für die Errichtung eines Nahwärmenetzes unter Einbindung des Freibades aus. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum 31.10.2015, beim Amt für ländliche Entwicklung das erforderliche Förderverfahren einzuleiten und mit geeigneten Planungsbüros Verhandlungen aufzunehmen. Die Auftragsvergabe an ein Planungsbüro behält sich der Marktgemeinderat vor.
 
Abstimmungsergebnis: 14:0
 
 Hinweis hierzu:
Das Amt für ländliche Entwicklung kann leider keine weitergehende Umsetzungsbegleitung fördern. Wir haben das Projekt daher leicht abgewandelt unter Einbeziehung der energetischen Ertüchtigung der Kindertageststätte ELMAR  im "Kommunalinvestitionsprogramm - KIP" des Freistaates Bayern angemeldet. Die Bewerbungsfrist für das KIP endet am 15.02.16. Danach wird entschieden, welche Projekte seitens des Freistaates Bayern gefördert werden.
  • Nutzung der Wasserkraft
 
Die vorhandenen Wasserrechte liegen ausnahmslos in privater Hand. Der Markt Egloffstein selbst verfügt über kein Recht zur Nutzung der Wasserkraft. Ein neues Wasserrecht derzeit zu erwirken ist aufgrund der einschlägigen Gesetzte für die öffentliche Hand nahezu unmöglich.
 
Dennoch sollte der Markt Egloffstein seinen politischen Willen zeigen, an einer privaten Umsetzung von Projekten zur Nutzung der Wasserkraft interessiert zu sein. Ein erster Schritt in diese Richtung war bereits der Beschluss 28/2015 vom 02.06.2015 zum Vorhaben der Wasserradgemeinschaft Egloffstein auf Errichtung eines weiteren Wasserrades an der Trubach. Eine solche politische Willensbekundung hat eine nicht zu unterschätzende Außenwirkung und soll den privaten Investoren bei ihren Vorhaben Unterstützung signalisieren.
 
Beschluss 37/2015
 
Der Markt Egloffstein spricht sich für eine zukünftig wieder stärkere Nutzung der Potenziale der Wasserkraft aus. Bei der Umsetzung wird den Vorhabensträgern ideelle und politische Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten des Marktes Egloffstein zugesagt.
 
Abstimmungsergebnis: 14:0

noch Wasserkraft:

Bereits in der Sitzung vom Juni 2015 hat sich unser Marktgemeinderat mit dem Antrag der Wasserradgemeinschaft Egloffstein auf Errichtung eines weiteren Wasserrades an der Trubach beschäftigt und folgenden Beschluss gefasst:

Stellungnahme zum Vorhaben der Wasserradgemeinschaft Egloffstein auf Errichtung eines weiteren Wasserrades an der Trubach
 
Der im unmittelbaren Nachgang zu den Ereignissen in Fukushima im Jahre 2011 beschlossene Ausstieg aus der Nutzung der Kernkraft zur Energieerzeugung werden unsere Gesellschaft auf Jahre hinaus beschäftigen. Neben der Entwicklung von Energieeinsparmöglichkeiten, der Effizienzsteigerung und der Erforschung von Speichermöglichkeiten für elektrische Energie gehört auch die Förderung von alternativen Erzeugungsmöglichkeiten zu den Hauptaufgaben bei der Bewältigung der Energiewende.
Nachdem die Errichtung von Windkraftanlagen in der "inneren Fränkischen Schweiz" von breiten Teilen der Bevölkerung nicht erwünscht war und im derzeit gültigen Landesentwicklungsplan keine Vorranggebiete zur Nutzung der Windkraft im Landkreis Forchheim ausgewiesen sind, rückt der Fokus wieder mehr auf die Nutzung der vorhandenen Wasserkraftpotenziale.
 
Die Wasserradgemeinschaft möchte ein zweites Wasserrad zwischen dem bestehenden Wasserrad und Mostviel errichten. Das Wasserrad soll eine Breite von 3,50 m erhalten und ist damit etwas breiter und auch höher als das Bestehende. Um das notwendige Gefälle zu erreichen müsste die Trubach angestaut werden. Diese Anstauung erreicht im unteren Bereich eine Höhe von ca. 1,80 m. Oberhalb der Staufläche sollen flachgründige Wasserflächen entstehen. Ein Teil des ursprünglichen Bachlaufs bleibt erhalten. Der Ausleitungsgraben soll eine Breite von 3,50 m erhalten und die Rinne zum Wasserrad wird kürzer gestaltet als die beim bestehenden Wasserrad.
 
Die Planung wurde dem Landratsamt Forchheim bereits in einer formlosen Anfrage vorgelegt. Der Fischereifachverband, das Wasserwirtschaftsamt und die unteren Naturschutzbehörde haben dazu Stellung genommen. Alle drei Fachbehörden haben das Vorhaben abgelehnt. Hauptgrund war, dass an der Trubach bereits 17 Querbauwerke existieren und die Fischdurchlässigkeit nicht vollständig gegeben ist. Es sollen vorrangig bereits vorhandene Bauwerke wiederbelebt werden.
 
Der Bau- und Grundstücksausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 19.05. mit dem Vorhaben beschäftigt und es begrüßt. Die Wasserkraft soll zukünftig wieder verstärkt genutzt werden. Außerdem würden durch die zukünftig größeren Wasserflächen neue Biotope entstehen. Die heimischen Investoren sollten unterstützt werden.
 
Das Wasserrad hat eine geplante Nennleistung von 20 kw und dadurch eine prognostizierte Jahresproduktionsmenge von 172.000 kw/h (20 x 8.600 Stunden).
 
MGR Stiller stellte den Tourismusaspekt in den Vordergrund. Das bestehende Wasserrad ziehe auch bereits Leute an.
 
MGR Vogel fand das der Marktgemeinderat klar Stellung dafür beziehen sollte und dies auch so nach außen tragen sollte.
 
 
 
 
Beschluss 28/2015
 
Die Energiewende und der beschlossene Ausstieg aus der Nutzung der Kernkraft zur Energieerzeugung werden unsere Gesellschaft auf Jahre hinaus beschäftigen. Neben der Entwicklung von Energieeinsparmöglichkeiten, der Effizienzsteigerung und der Erforschung von Speichermöglichkeiten für elektrische Energie gehört auch die Förderung von alternativen Erzeugungsmöglichkeiten zu den Hauptaufgaben bei der Bewältigung der Energiewende.
Die Herausforderungen der Energiewende werden als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen. Der Markt Egloffstein ist bereit, seinen Beitrag an der Energiewende zu leisten und hat daher unter anderem im Jahre 2013 die Erstellung eines Energiekonzeptes für das Trubachtal in Auftrag gegeben.
Nachdem aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus eine Nutzung der Windkraft in der hiesigen Region bis auf weiteres ausscheidet und die für die Erzeugung mittels solarer Strahlungsenergie geeigneten Dachflächen nahezu aufgebraucht sind, liegt ein Hauptaugenmerk auf der zukünftig wieder stärkeren Nutzung der Wasserkraft. Hierbei rücken aufgrund ihrer Grundlastfähigkeit (rund 8.600 Betriebsstunden pro Jahr) insbesondere Erzeugungsanlagen an natürlichen Fließgewässern in den Fokus.
Ein solches Vorhaben soll durch die Wasserradgemeinschaft Egloffstein realisiert werden. Durch die - speziell in Hinblick auf die Fischpopulation - umweltverträgliche Erzeugung elektrischer Energie mittels oberschlächtigem Wasserrad mit einer installierten Nennleistung von 20 kw wird eine Jahreserzeugung von 172.000 kwh prognostiziert. Der Anteil der im Versorgungsgebiet der Stromversorgung Egloffstein gelieferten Strommenge aus regenerativen Quellen würde sich dadurch auf rund 37,8 % erhöhen.
Der Markt Egloffstein begrüßt das Vorhaben der Wasserradgemeinschaft Egloffstein auf Errichtung eines weiteren Wasserrades an der Trubach ausdrücklich. Die Umsetzung soll in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden erfolgen. Eine begleitende Unterstützung des Vorhabens durch die Fachdienststellen ist wünschenswert.
 
Abstimmungsergebnis: 12:0 (MGR Wirth persönlich beteiligt.)



  • Förderung der E-Mobilität
 
Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Gesellschaft. Wie dieser berechtigte Anspruch zukünftig unter Beachtung von Umweltschutz- und Wirtschaftlichkeitsbelangen gelöst werden kann, gehört zu den großen Diskussionspunkten einer Energiewende.
 
Der Landkreis Forchheim hat die Gemeinden gebeten, an der Verwirklichung eines einheitlichen Ladesäulennetzes im ganzen Landkreis mitzuwirken. Parallel hierzu hat Freistaat Bayern über die Regierung von Oberfranken ein dementsprechendes Förderprogramm zur Errichtung von Ladesäulen durch die öffentliche Hand aufgelegt. Die genauen Details sind noch nicht bekannt. Nach ersten Informationen wird es wohl zu einem Fördersatz in Höhe von 60 % der förderfähigen Kosten kommen.
 
Eine weitere Möglichkeit ist das jüngst veröffentliche Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr - hier stehen ebenfalls die Details noch nicht fest, außer dass es sich um ein zweistufiges Förderverfahren handelt. In Stufe 1 stellt man seine Planungen vor, diese werden vom Ministerium überprüft und erst dann kann man den Förderantrag stellen.
 
Der Landkreis Forchheim spricht sich für ein Modell der Europäischen Metropolregion Nürnberg aus. Hier wird versucht, über den "Ladeverbund Franken+" nordbayernweit ein einheitliches Ladesäulen- und Steckersystem zu etablieren. Die von den regionalen Stromnetzbetreibern getesteten Ladesäulenmodelle haben eine Leistung von 22 kw. Dadurch sind sie in der Lage, z. B. ein E-Mobil vom Typ eines Renault Zoe in rund 1 h für eine Reichweite von rund 160 km zu laden.
 
Die Anschaffungskosten liegen bei rund 4.500,- € zuzüglich Fundament- und Kabelarbeiten.
 
Im Bereich des Marktes Egloffstein wäre z. B. das Freibad ein geeigneter Standort für eine Ladsäule. Zum einen wäre dies ein gutes Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für das Freibad, zum anderen ist außerhalb der Badesaison reichlich Platz vorhanden. Des Weiteren könnten aufgrund der dort befindlichen Trafostation die Tiefbauarbeiten im überschaubaren Bereich gehalten werden und/oder evtl. Synergieeffekte in Zusammenhang mit dem geplanten Nahwärmenetz genutzt werden. Bei fiskalischer Abwicklung über die Stromversorgung Egloffstein könnte die Mehrwertsteuer als Vorsteuer in Abzug gebracht werden.
 
 
Beschluss 38/2015
 
Der Markt Egloffstein spricht sich für die Errichtung einer Ladesäule für E-Mobile am Freibad aus. Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Forchheim und den Fördermittelgebern die günstigste Variante zu ermitteln. Die Entscheidung, welches System Verwendung findet wird aufgrund der geringen Investitionskosten auf den zuständigen Fachausschuss (Bau- und Grundstücksausschuss) delegiert. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind im Haushalt 2016 vorzusehen.
 
Abstimmungsergebnis: 14:0
 

Noch E-Mobilität:
Mittlerweile gibt es durchaus alltagstaugliche E-Mobile auf dem Markt. So hat z. B. der Markt Eggolsheim mehrere E-Mobile im Einsatz (sog. Poolfahrzeuge für das Rathaus und einen "Lieferwagen" für den Bauhof / Wasserversorgung).
Unsere Rathausmitarbeiter erledigen ihre Dienstfahrten mit ihren jeweiligen Privat-Kfz., so dass die Erfordernis eines Poolfahrzeuges momentan noch nicht gesehen wird. Aufgrund der Aufgabenstellung des Bauhofes ist es jedoch eine Überlegung wert, mittelfristig evtl. ein elektrogetriebenes Fahrzeug für die Wasser- und Stromversorgung bereit zu stellen.
Dies könnte auch öffentlichkeitswirksam zugunsten unserer Gemeinde vermarktet werden (Stichworte: CO²-Ausstoß, Luftkurort, eigene Stromversorgung, Energieerzeugung vor Ort durch Wasserkraft und PV-Anlagen etc. etc.)
 
 
Beschluss 39/2015
 
Der Marktgemeinderat befürwortet die mittelfristige Beschaffung eines E-Mobiles für den Bauhof. Zunächst soll zur Veranschaulichung eine Exkursion und Erfahrungsaustausch mit dem Markt Eggolsheim durchgeführt werden.
 
Abstimmungsergebnis: 14:0
 

Noch E-Mobilität:
Der Marktgemeinderat nimmt zur Kenntnis, dass das nächste Fahrzeug von 1. Bürgermeister Förtsch ein E-Mobil vom Typ BMW i3 sein wird. Das Fahrzeug wird analog der bisherigen Regelung auf den Markt Egloffstein als Halter zugelassen. Sämtliche Kosten wie Leasinggebühren, Versicherungen, Treibstoffkosten, Steuern etc. werden vom 1. Bürgermeister privat getragen, so dass dem Markt Egloffstein keinerlei Kosten entstehen. Der Differenzbetrag aus dem Behördenleasing zum Privatleasing ist von Herrn Förtsch als geldwerter Vorteil über die Gehaltsabrechnung zu versteuern.
Es werden keine Einwände hiergegen erhoben.
 
  • Verbrauchsverhalten der Nutzer gemeindlicher Liegenschaften:
 
Die Energiekosten kommunaler Liegenschaften machen einen nicht unerheblichen Teil der Unterhaltskosten der jeweiligen Gebäude aus. Durch einfach umzusetzende Maßnahmen können hier noch Energieeinsparungen und damit Kostensenkungen erzielt werden. Die verschiedenen öffentlichen Energieagenturen oder auch die Beratungsstellen an den verschiedenen Behörden bieten hierzu Schulungen an.
 
Beschluss 40/2015
 
Die Nutzer der gemeindeeigenen Gebäude (Angestellte in Verwaltung, Bauhof, Kindertagesstätte, Kläranlage sowie Lehrer und Schüler der Schule) sollen animiert werden, an entsprechenden Schulungen teilzunehmen.
 
Abstimmungsergebnis: 14:0
 




 


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