Markt Egloffstein

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Das Warten hat ein Ende - das Breitbandnetz im Markt Egloffstein wurde freigeschaltet



Es ist soweit - die Bürgermeister Förtsch, Zimmermann (Gößweinstein) und Grüner (Obertrubach) konnten am 30.05. zusammen mit den Verantwortlichen der Deutschen Telekom das Glasfasernetz in unserer Region freischalten.
Um nicht einen "Flickenteppich" beim Breitbandausbau entstehen zu lassen, haben sich die Gemeinden Gößweinstein, Egloffstein und Obertrubach Anfang 2014 entschieden, diese Herausforderung in enger kommunaler Zusammenarbeit und gegenseitiger Abstimmung zu lösen. Als Koordinator und Sprecher dieses Verbundes fungierte Bürgermeister Stefan Förtsch.
Beim Oberfränkischen Breitbandgipfel am 03.07.2014 stellte BGM Förtsch die Kooperation der drei Kommunen als "Best-Practice-Beispiel" für interkommunale Kooperation vor. Die enge Zusammenarbeit der drei Kommunen würdigte der Freistaat Bayern, indem er die jeweilige, individuelle Förderhöchstsumme um 50.000 € je Kommune aufstockte.
In den zurückliegenden Monaten wurden die Ortschaften in unserer Gemeinde mit Glasfaserleitungen angebunden und neue, leistungsstarke Verteilerschränke installiert. Insgesamt wurden in den drei Gemeinden ca. 60 km Glasfaserleitungen verlegt. Das Gesamtinvestitionsvolumen umfasst rund 3 Mio €. Die nachgewiesene Wirtschaftlichkeitslücke des Netzbetreibers, welche von den Gemeinden zu finanzieren ist, beträgt ca. 2,2 Mio €. Hier unterstützte uns der Freistaat Bayern im Rahmen der Breitbandrichtlinie mit Fördersätzen von 80 % in Gößweinstein und Obertrubach und für Egloffstein konnten wir sogar 90 % Förderung erreichen, so dass sich der Eigenanteil an Haushaltsmitteln in unserer Gemeinde auf 42.000 € reduziert hat - eine Investition, die uns eine vernünftige Internetanbindung unserer Bürger durchaus wert ist.
Eine den Ansprüchen der Bürger gerecht werdende Versorgung mit schnellem Internet gehört nämlich per se zwar nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Der Markt Egloffstein sieht eine schnelle Datenanbindung jedoch als Bestandteil der Daseinsvorsorge. Insbesondere bei uns im ländlichen Raum wird dies auch als Standortvorteil bei der Ansiedlung von Gewerbe aber insbesondere auch als Anreiz für private Hausbauer, Grundstücksinteressenten usw. gesehen. Eine moderne, digitale Infrastruktur ist ein Standortvorteil - für die gesamte Region, aber auch jede einzelne Immobilie.
Durch den jetzt fertiggestellten Ausbau können rund 2.000 Haushalte im Erschließungsgebiet mit Verbindungsgeschwindigkeiten von mind. 30 Mbit/s versorgt werden. Das neue Netz ist laut Telekom so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. In den Ortsteilen, welche bisher über "Kabel Deutschland" versorgt wurden, sind nun über das Netz von "Kabel Deutschland" sogar Bandbreiten bis zu 200 Mbit/s möglich.




Was Sie jetzt tun müssen:
Um in den Genuss dieser höheren Verbindungsbreite zu kommen, ist es für alle Anschlussinhaber zwingend erforderlich, die bestehenden Verträge mit den Telekommunikationsdienstleistern zu ändern bzw. den Anschluss freischalten zu lassen. Sie werden nicht automatisch umgestellt, sondern müssen selbst aktiv werden.
Beratung, Information oder auch Vertragsänderungen können Sie laut Deutscher Telekom unter anderem hier erhalten, bzw. vornehmen:
·         Neukunden: 0800 330 3000
·         Telekom-Kunden: 0800 330 1000
Falls Sie sich Zuhause persönlich von der Telekom beraten lassen möchten, stehen Ihnen
·         Herr Peter Rüdling unter 0171 / 383 62 73 oder
·         Herr Karl Eberhardt unter 0152 / 286 39 507 zur Verfügung
 
 Fachhändler in der Region:
 
·         TBT Communication GmbH, Hauptstr. 22, 91320 Ebermannstadt, 0 91 94 / 79 51 70; eine eigene Infopage finden Sie hier:  http://highspeed-fraenkische-schweiz.de/

·         Fa. Toplar, Markplatz 5, 91301 Forchheim
 
Des Weiteren findet am 15.06. um 19:30 Uhr eine Informations- und Beratungsveranstaltung in Kleingesee im Gasthaus "Zum Alten Deutschen" statt, wozu herzliche Einladung ergeht.
 
Lassen Sie mich abschließend aus meiner Vorstellung des Projektes im Gemeinderat und auch beim Breitbandgipfel zitieren: "Unsere Vorfahren bauten vor 120 Jahren Straßen und Wasserleitungen, vor 100 Jahren kamen die Stromleitungen in die Dörfer, vor 40 Jahren begannen die Gemeinden mit der geregelten Abwasserentsorgung und unsere Generation ist heute gefordert, die digitale Datenautobahn zu errichten".
Diese Datenautobahn wird sich nach meiner Einschätzung ständig weiterentwickeln und es werden zukünftig aufgrund des höheren Datenvolumens noch viel schnellere Verbindungen gefordert werden. Aber mit dem nun freigeschalteten Netz fahren wir (übrigens als erste Gemeinde im Landkreis Forchheim) auf diesem Glasfaserhighway und sind gut gerüstet für die digitalen Entwicklungen der Zukunft.
 
 
Ihr
Stefan Förtsch
1. Bürgermeister



 


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