Markt Egloffstein

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Bericht über den 2. Seniorentag im Markt Egloffstein


Der 2. Seniorentag des Marktes Egloffstein am 18.März 2009
 stand unter den Themen:
Richtig vererben - Streit vermeiden
   Die Patientenverfügung
 



Die stattliche Anzahl von 110 Besuchern bewies, wie aktuell die beiden Themen des Nachmittags für die Senioren der Marktgemeinde sind.


Zweiter Bürgermeister Nikolaus Thäter begrüßte als Vertreter der Marktgemeinde die Gäste und die Referenten.


Hans Adelhardt, Vorstandmitglied der Sparkasse Forchheim, informierte über die verschiedenen Arten von Testamenten, die gesetzliche Erbfolge, Anforderungen an handschriftlich erstellte Testamente, Fehler, die beim Erstellen und Aufbewahren gemacht werden, über Pflichtteil und Erbvertrag und die Vorzüge notarieller Beratung und Beglaubigung. Am Ende seiner Ausführungen ging er noch auf die Betreuungsverfügung ein. Dank anschaulicher Präsentation und verständlicher, kurzweiliger Darstellung verstand er es vorzüglich, seine Zuhörer zu informieren.

 

Nach der Kaffeepause behandelte Doktor Emilie Riedl, Ärztin der Allgemeinpraxis Egloffstein,  das wichtige Thema der Patientenverfügung. Grundlagen ihrer Ausführungen waren, das Thema betreffend, die Aussagen der Zentralen Ethikkommission und der Bundesärztekammer, vor allem aber ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Menschen im letzten Lebensabschnitt. Wahrung der Menschenwürde, der erkennbare Wille des Patienten und die Wahrung der persönlichen Rechte, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts,  seien die Grundlage jeglichen Entscheidens und Handelns. Notfallsituationen, in denen der Wille des Patienten nicht bekannt sei oder nicht mehr geäußert werden könne, weisen darauf hin, dass es wichtig sei, sich mit dem Thema Patientenverfügung bereits dann zu befassen, wenn es einem noch gute gehe und man im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten sei.
Nachdenken über das bisherige und das zukünftige Leben, eigene leidvolle Erfahrungen, die Beziehung zu anderen Menschen, das Erleben von Leid und die Rolle der Religion im eigenen Leben könnten eine Hilfe sein für das Erleben und Gestalten der letzten Lebensphase.
Die Ärztin zeigte verschiedene Grenzsituationen im menschlichen Dasein auf, in denen Entscheidungen über ein Leben getroffen werden müssten.  
Doktor Riedl beeindruckte die Zuhörer mit der Ehrlichkeit, mit der sie auch immer wieder die eigene Einstellung überdachte und mit ihrem Einfühlungsvermögen in die Situation der Menschen am Ende des Lebens. Sie ermunterte, die Gespräche mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über die eigenen Vorstellungen eines würdevollen Sterbens nicht zu scheuen.
 
 
 
 
Literatur zum Nachlesen:
"Richtig vererben, Streit vermeiden":
Broschüre der Sparkassen - Erben und Vererben
"Patientenverfügung"
Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter durch Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung Verlag C.H. Beck, Wilhelmstraße 9, 80801 München, 10. Aufl. 2008
Herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz
Die Vordrucke für Patienten-und Betreuungsverfügung wurden der oben genannten Ausgabe entnommen.                                    
Gudrun Hoyer
 


 


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