Markt Egloffstein

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Weihnachtsgruß des Bürgermeisters



Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie auch in den letzten Jahren, so darf ich mich kurz vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel an Sie wenden um mich bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen bei meiner Arbeit um und für den Markt Egloffstein im zu Ende gehenden Jahr sehr herzlich bedanken. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Marktes Egloffstein, den Leiterinnen der Kindertagesstätte "ELMAR" und der Schule, den Vertretern der Kirchen und Wohlfahrtsverbände, den benachbarten Behörden und Organisationen für die gute Zusammenarbeit, allen ehrenamtlich Verantwortlichen in den Vereinen, den vielen stillen Helfern und Spendern, die ihren Dienst uneigennützig und vielfältig der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Marktgemeinderat und meinen beiden Stellvertretern im Amt für die Unterstützung.

Im zu Ende gehenden Jahr wurden viele Arbeiten und Planungen für bevorstehende Aufgaben und die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen auf die "Schiene gestellt". Vom ISEK - integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept um den Innenort Egloffstein lebens- und liebenswert mit Hilfe der Städtebauförderung fortgestalten zu können, über diverse Bauleitplanungen, um Wohnraum zu schaffen, den Einstieg in die Planungen für eine Sanierung des Freibades, die Umgestaltung des Wanderparkplatzes zu einem ÖPNV-Knotenpunkt oder aktuell die Planungen für einen Ausbau der Ortsdurchfahrt Mostviel, der für alle Beteiligten zufriedenstellend gelöst werden möchte. Als Herausforderung stellt sich immer wieder die sehr umfangreiche Vorschriften- und Regulierungsflut dar. Waren z. B. in der Stromversorgung im Jahre 2007 19 Gesetze zu beachten, so sind es alleine hier mittlerweile 883 Gesetze und Vorschriften. Nicht zuletzt aus diesem Grund kooperieren wir hier neuerdings mit den Stadtwerken Forchheim. Diese Zusammenarbeit stellt sich als sehr fruchtbar und bereichernd dar.

2017 ergaben sich viele Gelegenheiten, um das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Bürger zu stärken, ich erinnere an die verschiedenen Veranstaltungen im Jahreslauf, die zahlreichen Vereinsfeste und Aktivitäten in den Ortsteilen. Das große ehrenamtliche Engagement unserer Bürger wurde über das ganze Jahr hinweg von überörtlichen Organisationen und Banken gewürdigt und auch honoriert - herzlichen Dank für Ihr aller Engagement zugunsten unserer Heimat!

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands und des Marktes Egloffstein geben Grund zur Freude. Das Wirtschaftswachstum hält nach wie vor an, die Steuereinnahmen sind stabil und wir haben nahezu Vollbeschäftigung. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille der gut gefüllten Auftragsbücher der Unternehmen. So hätten wir im zurückliegenden Jahr gerne mehr Maßnahmen durchgeführt, erhalten jedoch bei vielen Ausschreibungen fast nur Absagen bzw. Angebote zu deutlich überhöhten Preisen.

Im September 2017 waren wir Bürger aufgerufen, über die Zusammensetzung des Deutschen Bundestages zu entscheiden. Die seither andauernden langwierigen Verhandlungen über eine Regierungsbildung stellen uns alle auf eine harte Geduldsprobe. Nach meinem Dafürhalten sind alle demokratisch legitimierten Parteien verpflichtet, ihren Wählerauftrag ernst zu nehmen und sich intensiv mit möglichen Regierungskonstellationen zu beschäftigen. Wir alle haben doch momentan den Eindruck, dass das von Willy Brandt stammende Zitat "Erst kommt das Land, dann kommt die Partei" derzeit sträflich vernachlässigt wird. Die Verhandlungsdauer wirkt wohl auch subjektiv als kleine Ewigkeit, da die Zeit "schnelllebiger" wurde und manchen in unserer Gesellschaft die Tugend der Geduld abhanden gekommen ist. Die Zeit rennt dahin, die Termine stehen eng, viele Dinge müssen noch schnell erledigt werden. Kommt im Lokal die Bedienung nicht sofort, werden wir unruhig. Eine Schlange an der Supermarktkasse oder beim Bäcker und Metzger macht uns nervös. Nichts geht uns schnell genug, stets schauen wir zur Uhr. Haben wir wirklich keine Zeit?

Von der Schnelllebigkeit unserer modernen Welt zeugen viele Begriffe: Vom "schnellen Geld" über die "Schnellstraße" bis zum "ICE-Sprinter". Vom "Fast Food Restaurant" über das "schnelle Internet" bis zum "Morning-Express" der Onlinehändler. Viele Dinge unseres alltäglichen Lebens sind voll automatisiert und sollen helfen, Zeit zu sparen. Haben wir diese Zeit?

Wir sind Meister im Verplanen unserer Zeit. Wenn sich noch eine Lücke auftut, wird schnell noch ein Termin eingeschoben. Eine E-Mail, die nicht sofort beantwortet werden kann, gilt schon fast als Affront. Gerade zum Jahresende hin, in der Advents- und Vorweihnachtszeit kommt allerorten nochmals Hektik auf. Dabei hat die Adventszeit ja eigentlich eine ganz andere Bedeutung. Es ist die Zeit der Vorbereitung, des Fastens, des Wartens. Mittlerweile stellt der Advent jedoch eher eine Art des Feierns als eine Art des Fastens dar.

Das bevorstehende Weihnachtsfest gibt uns die Gelegenheit zum Innehalten, zum Flüchten aus der Hektik des Alltags, zum Besinnen auf die wahren Werte, die uns die christliche Weihnachtsbotschaft übermittelt.

Ihnen allen, verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich ein ruhiges, harmonisches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen, um eintauchen zu können und Kraft zu sammeln für die vor uns liegenden Aufgaben. Insbesondere für die Kranken, Einsamen und Trauernden unter Ihnen erhoffe ich, dass auch sie vom Glanz des Weihnachtslichtes erreicht werden. Für 2018 wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit, Erfolg und Gottes Segen.
 

Herzlichst
Ihr
Stefan Förtsch
1. Bürgermeister





 


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