Markt Egloffstein

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Appell an alle Hundehalter


Sehr geehrte Hundehalter,

in der letzten Zeit mehren sich beim Markt Egloffstein wieder die Beschwerden über das Gebaren verschiedener Hundehalter.

Thema sind mal wieder die Verunreinigungen öffentlicher und privater Flächen durch die Hinterlassenschaften Ihrer vierbeinigen Freunde. Auch Gras, Heu oder Silage von landwirtschaftlich genutzten Wiesen, welches durch Hundekot verunreinigt ist, kann nicht mehr verfüttert werden. Beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundekot in das Futter vermischt. "Fressen Nutztiere dieses Weidefutter, können Krankheitserreger übertragen werden. Der Hundebandwurm kann zum Beispiel bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen. Ein anderer Parasit, der durch Hundekot übertragen wird, ist der Einzeller Neospora Caninum. Auch er führt zu Fehlgeburten bei Rindern. Einen Impfstoff dagegen gibt es nicht und befallenen Tieren sieht man meist nichts an. Der Parasit ist lediglich durch eine Blutuntersuchung nachweisbar", so Herr Josef Wasensteiner, Referent beim Bayerischen Bauernverband. Das Argument vieler Hundebesitzer, Hundekot sei gleich Kuhfladen, entkräftet Wasensteiner. "Fleischfresser müssen hier von Pflanzenfressern unterschieden werden. Wird Gülle oder Mist auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, so wird er vom Boden schnell aufgenommen", erklärt der Experte. Eine Übertragung von Krankheiten erfolge hauptsächlich durch Kot von Fleischfressern.

Aus der Jägerschaft und den Landwirten, aber auch von Spaziergängern und Wanderern kommen zudem Beschwerden über freilaufende Hunde, die sich nicht mehr im Einwirkungsbereich ihres Halters befinden und willkürlich und teils abseits der Wege frei umherlaufen.

In der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander aller Interessengruppen appelliere ich an Sie, die Hinterlassenschaften Ihrer Hunde unverzüglich mit einer Tüte aufzunehmen und über die eigene Restmülltonne (nicht Biomülltonne) zu entsorgen. Des Weiteren bitte ich Sie, beim Ausführen Ihrer Hunde auf den bekannten Wegen zu bleiben, landwirtschaftlich genutzte Flächen nicht zu betreten und die Wälder als Rückzugsraum für das Wild zu respektieren.

Stefan Förtsch
1. Bürgermeister




 


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